Rheinperlen
   
    the swimteam of sc janus köln
planschbecken
   
<<< zurück
   
       
    Bericht über die ersten World Outgames, Montreal 2006
von Israel Benavides und Michael Rüthnick
   
    ..................................................................................................................................................................................................................................................................

Auch wenn die Outgames nicht oberste Priorität bei den Kölnern hatten, so sind wir zumindest mit einem kleinen Team erschienen und konnten so zur allgemeinen Begeisterung beitragen - es berichten Israel und Michael:

Die Stimmung bei den 1. Outgames in Montreal war mitreißend, die Eröffnungs- und Abschlussfeier übertrafen aller unser Erwartungen. Geleitet durch den ehemaligen Olympiaschwimmer Mark Tewksbry und Tennisstar Martina Navratilova präsentierten sich in der Eröffnungsfeier internationale Größen wie der Cirque de Soleil und Lisa Minelli, ferner gab es per Video Grußworte von Celine Dion, Samanta Fox und Garou. Zudem hatte die Provinz Quebec ihre besten regionalen Künstler auf die Bühne gestellt.

Die Veranstaltung genoß allerhöchste Priorität und Unterstützung bei der Stadt Montreal und so war nicht nur der Montrealer Oberbürgermeister, Gerald Tremblay bei den offiziellen Feiern anwesend, sondern auch die Regenbogen-Flagge am Rathaus gehißt! Die Polizei sorgte für einen reibungslosen und freundlichen Ablauf der Spiele und des bunten Treibens auf der "Rue", einer beachtlich langen Meile, auf der sich alle einschlägigen Restaurants und Bars aller Genres befanden.

Das Land Kanada und der Provinz Quebec hatten bei der Organisation große finanzielle Hilfe geleistet, Radio Canada hatte für eine breite Medienpräsenz der Spiele gesorgt und das Tourismusbüro von Montreal hat die Outgames als eine der wichtigsten Ereignisse für die Stadt in 2006 gesponsert. Zahlreiche Transport-Unternehmen Kanadas haben ebenfalls die Spiele gefördert.

Montreal präsentierte sich als weltoffene und tolerante Stadt, die die Rechte und Belange der GLTB (Gay, Lesbian, Transsexuel and Bisexuel) unterstützt. Durch die GLISA (Gay and Lesbian International Sport Asosiation) wurde vor den Spielen eine globale Konferenz zu der Rechten der GLTB organisiert, die in ihrer Größe wohl einmalig war. Es wurde auch eine Erklärung verfasst, in der gefordert wird, die Rechte der GLTB Minderheiten zu schützen und in die UNO Menschenrechts-Charta einzutragen. Vom Bürgermeister Montreals wurde stolz verkündet, daß der weltweite Sitz der GLISA in Montreal sein wird.

Gelitten haben die Outgames leider durch die Doppelveranstaltung mit den Chicago Gaygames in einigen Sportarten, so fehlte es an stellenweise an Konkurrenten und Teilnehmern. Auch Outsplash, die farbenfrohe und ansonsten so phantasievolle Abschlußveranstaltung der Schwimmer, war eher einfarbig und einfältig, denn nur 2-3 Vereine hatten wirklich eine große Show vorbereitet. Dafür haben hier die Montrealer Schwimmer mit ihrer Eröffnungsshow einmal mehr gezeigt, mit wie viel Spaß und Engagement sie sich als Gastgeber vorbereitet hatten.

Trotz der Trennung der Veranstaltungen steht fest, daß die 1. Outgames nicht die letzten Outgames sein werden. Dies zeigt sich am Commitment der Veranstalter, die Marke "Outgames" voranzutreiben: die GLISA plant nicht nur die Wiederholung der "World Outgames" alle 4 Jahre, sondern auch "Continental Outgames" in allen Kontinenten, analog zu den heutigen "Eurogames". Calgary 2007 wird die "America Outgames" organisieren und Melbourne 2008 wird der Gastgeber der "Asia Pasific Outgames" sein.

Unserer Einschätzung nach, stellen die Doppelveranstaltungen Out- & Gaygames ein Risiko für den Erfolg der Gaygames in Köln dar, denn nicht jeder Teilnehmer wird es sich leisten können, noch Interesse haben, nach 2009 in Kopenhagen auch in 2010 nach Europa zu reisen.
Die Outgames hatten zweifelsohne mit ca. 12.000 Teilnehmern aus über 100 Ländern das internationalere Publikum und das stand fest, am Ende die Herzen aller erobert.

Der Teamgeist der Montrealer Teilnehmer hat uns begeistert und gezeigt, es gibt viel zu tun in der Vorbereitung und der Ausrichtung der Spiele im Allgemeinen und für uns im kühlen Nass im Besonderen, daß heißt auch für jede einzelne Rheinperle von uns. Die Kanadier habe es geschafft! Montreal hat unsere Herzen erobert und kein Sportler wird die 1st "World Outgames" vergessen. Nun sind wir Kölner am Zug...

Alles Liebe

Israel & Michael

August 2006

 

 

<<< zurück
..................................................................................................................................................................................................................................................................